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VPN-Anbieter mit Linux Client – Perfect-Privacy

Perfect-Privacy – Der teuerste unter den Anbietern

Perfect-Privacy ist ein VPN Anbieter der verlässlich den besonderen Wert auf die Anonymität und die Wahrung der Privatsphäre legt. Dabei genießt der Anbieter einen sehr guten Ruf. Der Firmensitz für die Zahlungsabwicklungen liegt in der Schweiz, die technische Infrastruktur wird in Panama abgewickelt. So kann Perfect-Privacy die Zahlungen seriös abwickeln und gleichzeitig verlässlich versichern keine Logdateien raus zu geben, da die Firma die die Zahlung abwickelt keinen Zugriff auf die Serverdaten hat und die Firma in Panama keine Einsicht in die Zahlungsdaten.

Da Perfect-Privacy keinerlei Logdateien anfertigt und die VPN Software auf sogenannten Ram Disks (also Arbeitsspeicher) läuft, bringt eine Beschlagnahmung der Server von den Behörden nichts. So wurde Perfect-Privacy bereits Opfer einer Serverbeschlagnahmung, wo die Behörden aber nachweisbar keinerlei Daten finden konnten. Diese Sicherheit, die man bei Perfect Privacy erhält, kostet aber im Vergleich zu Konkurrenzanbietern jedoch etwas mehr.

Im Vergleich mit den gängigsten Anbietern ist Perfect-Privacy mit seinen Zahlungsmodellen mit Abstand der teuerste Anbieter. Dafür aber erhält man nachweisbare Sicherheit und man darf auch nicht vergessen das der Anbeiter nun schon seit Jahren einen sehr guten Ruf geniesst.

Perfect-Privacy – Was bietet der VPN Provider ?

Perfect-Privacy bietet jede Menge Funktionen. Neben dem serverseitigen Einstellbaren Track Stop, der sämtliche Werbung schon filtert, bevor er den Nutzer erreicht und wo man selbst auch die sozialen Netzwerke ausschliessen kann, bietet der Anbieter auch einen Multi Hop an. Das bedeutet, das man sich über mehrere (max. vier) Server in Kette verbinden kann, was die Sicherheit nochmal erhöht, da für Angreifer dann einfach gesagt der Weg über die Server nicht nachvollziehbar ist. Bedauerlich ist, das diese Funktion nur im Windows Client per Klick wählbar ist. Wer Multi Hop unter Linux Mint nutzen möchte, muss dies mit Befehlsketten über das Terminal erledigen, da die Linux Software die Funktion (noch) nicht unterstützt.

Neu ist außerdem das Neurorouting welches Perfect-Privacy anbietet. Hier wird automatisch ein Server gesucht der geografisch am nächsten zum Ziel steht. Surft man also auf amerikanischen Seiten, wird die angesurfte Seite über einen USA Server ausgeliefert, bewegt man sich auf deutschen Seiten ein deutscher usw. Diese Funktion läuft aber noch nicht vernünftig, da es zumindest bei mir immer wieder zu starken Geschwindigkeitseinbrüchen führt. Ansonsten werden noch verschiedene Surfprotokolle angeboten. Praktisch ist der von Perfect-Privacy angebotene SSH-Client. Hier kann man zum Beispiel alles so konfigurieren, das zwar eine Anwendung wie z.B. der Browser über Perfect-Privacy läuft, der Rest des Systems aber ganz normal ungeschützt ins Netz geht. Diese Funktion nutze ich immer noch am liebsten, da ich zum einen nicht das gesamte System über den VPN leiten will, aber zum anderen auf bestimmten Seiten auch anonym surfen möchte.

Auch nur im Windows Client ist die Möglichkeit sich über ipsec zu verbinden, was die Geschwindigkeit im allgemeinen nochmal erhöht.Desweiteren bietet Perfect-Privacy auch Socks Server die man nutzen kann und man kann sich über VPN auch auf den meisten Servern noch zusätzlich mit Tor verbinden.

Perfect-Privacy – Die Software für Linux 

Die Zugangssoftware von Perfect-Privacy ist recht spartanisch gehalten und unter Linux fehlen im Vergleich zur Windows Version einige Funktionen. Trotzdessen erfüllt der Client auch unter Linux seinen Zweck. Wer einfach nur über den VPN ins Netz gehen möchte und nicht soviel Paranoia schiebt, das er sich über zig Server mit Multi Hop verbinden will, kann den Client bequem nutzen. Dazu meldet man sich nach dem installieren der Software (das .deb Paket für die Installation gibt es im Member Bereich) mit seinen Daten an und klickt in der Serverübersicht auf den Server, mit dem man sich verbinden will. Fertig. Von nun an, werden alle Anfragen die über deinen Rechner ins Netz gehen durch Perfect-Privacy geroutet. Ich nutze in erster Linie die deutschen Server, nicht zuletzt weil ich eine deutsche IP haben möchte, sondern auch weil dort die Geschwindigkeit noch am besten für mich persönlich ist.

Perfect-Privacy – Das Fazit

Sicher ist Perfect-Privacy nicht der günstigste Anbieter aber dafür erhält man auch eine gewisse Portion Sicherheit, das der Anbieter nicht loggt und zudem keine Daten an Behörden rausgibt. Perfect-Privacy existiert nun schon seit etlichen Jahren und hat sich diesen ausgezeichneten Ruf hart erarbeitet. Es ist halt auch die Frage, ob man so einen Anbieter unbedingt benötigt, oder ob man auch mit etwas weniger Sicherheit auskommen könnte. Denn ich nehme mal an, das wir hier alle keine hoch kriminellen Sachen anstellen wollen. Wenn ich für mich spreche, geht es mir persönlich nur darum auf bestimmten Seiten meine IP nicht Preis zu geben. Den Zusatzbonus, das selbst Behörden nur sehr, sehr schwer an die Daten kommen könnten -wie gesagt, ist bei PP noch nie passiert- ist da nur ein kleiner Bonus obendrauf.

Etwas entäuscht bin ich von dem Linux Client schon, auch wenn man beachten sollte, das nur sehr wenige Anbieter überhaupt eine Software für Linux anbieten. Es wäre schön, wenn die Funktionen wie Ipsec oder Multi Hop auch unter der Linuxsoftware laufen würde. Aber wer darauf viel Wert legt, kann dies ja im Terminal erledigen. Auch ist es eher ernüchternd, das die Weiterentwicklung des Linux Clients nicht mit großer Energie angegangen wird. Da haben Windows und auch Mac laut Perfect-Privacy momentan den Vorrang. Aber auch mit diesen Negativpunkten kann ich Perfect-Privacy nicht zuletzt auch wegen der vielen weiteren Funktionen (Vor allem der SSH Client) voll empfehlen. Wem seine Anonymität der Preis wert ist, wird sicherlich zufrieden sein.

Hier geht es zum Anbieter: https://perfect-privacy.com

About David

Hallo ! Ich begrüße Dich auf Mintubu.de ! Ich heiße David und möchte Dir den einen oder anderen vielleicht hilfreichen Artikel präsentieren. Dabei muss ich erwähnen dass ich kein Linux Crack bin. Aber ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen mit meinen Beiträgen weiterhelfen zu können. Noch viel Spaß auf meiner Seite.

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