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Shutter – Schnell und bequem Screenshots in Linux erstellen

Erste Worte zu Shutter

Shutter ist nicht nur meiner Meinung nach einer der besten Screenshot Anwendungen, die es für Linux Mint gibt. Sowohl die Bedienung, als auch der Funktionsumfang sind wirklich hervorragend. Shutter ist definitiv ein Tool für jeden, der zumindest ab und an Bildschirmfotos erstellen möchte. Ich könnte mir vorstellen, das der eine oder andere unter euch, sich die Frage stellt, wozu er ein eigenes Tool installieren sollte um Screenshots anzufertigen. Denn es gibt ja auch die kleine aber feine Drucktaste. Wer nur sehr selten eine Aufnahme des ganzen Bildschirms benötigt wird das sicher auch ausreichen. Wer aber regelmäßige Screenshots schießt, mehr Einstellungsmöglichkeiten sucht und zudem noch die Möglichkeit interessant findet alles gleich Inhouse einfach super zu bearbeiten, kommt um Shutter schon fast nicht rum. Dieser Beitrag soll nun einen kurzen Überblick über Shutter und seine Möglichkeiten geben.

Installation von Shutter

Die Installation von Shutter ist denkbar einfach, da dieses in der Anwendungsverwaltung hinterlegt ist. Einfach die Verwaltung öffnen, nach Shutter suchen und auf Installation klicken und kurze Zeit später könnt ihr Shutter schon starten. Jedoch gab es bei mir ein kleineres Problem. Der Bearbeitungsmodus war im Programm ausgegraut und ich hab mich erstmal auf die Suche gemacht, woran das liegt. Lösung des Problems ist, ein Paket nach zu installieren, das die Bearbeitungsfunktion von Shutter dann ermöglicht. Also, falls bei euch auch der Bearbeitungsmodus ausgegraut ist, hier der Befehl, den ihr im Terminal eingeben müsst:

sudo apt-get install libgoo-canvas-perl gnome-web-photo

Sobald ihr die Pakete installiert habt, könnt ihr nun nachdem anfertigen eines Screenshots die Bearbeitungsfunktion öffnen.

Im Moment sind die Pakete nicht mehr vorhanden. Ich werde mich nach einer Lösung umsehen und den Beitrag dann entsprechend aktualisieren.

LÖSUNG:

Mit der in Ubuntu und Linux Mint beigelegten Shutter Version hat es nicht geklappt. Deshalb ist es nun erforderlich ein PPA von Shutter einzubinden. Ein englischer Blog zu Ubuntu hat für Shutter in der neusten Version ein PPA erstellt. Dies wurde erforderlich weil das original PPA von Shutter anscheinend nicht mehr gepflegt wird. Die neuste Shutter Version wurde da noch immer nicht integriert. In diesem PPA vom Blog ubuntuhandbook ist das in den normalen Repos nicht mehr erhältliche Paket „libgoo-canvas-perl“ integriert, so dass die Bearbeitungsfunktion nun wieder funktionieren sollte.

Wer von Fremd PPA`s aus Sicherheitsgründen Abstand nehmen möchte, aber trotzdem eine Bearbeitungsversion haben möchte, könnte sich als Alternative zu Shutter ja mal Flameshot anschauen. Zu diesem Tool werde ich in nächster Zeit auch noch ein Beitrag schreiben. Für alle anderen geht es nun los. Erstmal musste ich die über das Software Installer installierte Shutter Version deinstallieren. Das geht wie das installieren oder halt über das Terminal mit folgenden Befehl:

sudo apt-get --purge shutter

Als nächstes dann das PPA einbinden:

sudo add-apt-repository ppa:ubuntuhandbook1/shutter

Dann die Paketliste updaten und Shutter installieren:

sudo apt-get update
sudo apt install shutter

Möchtet ihr aus diesem oder jenen Grund das eingebundende PPA wieder los werden, jagt ihr diesen Befehl durch das Terminal:

sudo apt-get install ppa-purge && sudo ppa-purge ppa:ubuntuhandbook1/shutter

Nun sollte Shutter ganz normal seine Arbeit verrichten. Natürlich inklusive der Bearbeitungsfunktion.

Die Aufnahmefunktionen von Shutter in Linux Mint und Ubuntu

  • Einen bestimmten Bereich erfassen
    Dies ermöglicht es Ihnen, einen beliebigen Bereich Ihres Bildschirms auszuwählen und nur die Teile aufzunehmen, die Sie wirklich benötigen. Shutter bietet zwei verschiedene Werkzeuge, um den Vorlieben des Benutzers gerecht zu werden.
  • Erfassen Sie Ihren Desktop
    Der Shutter erfasst nicht nur den gesamten Inhalt Ihres Desktops (oder Arbeitsbereichs), sondern unterstützt auch Multi-Monitor-Einstellungen, z.B. die Aufnahme des aktiven Monitors
  • Erfassen eines Fensters
    Wählen Sie einfach mit der Maus das Fenster aus, das Sie aufnehmen möchten. Shutter hebt das aktuell ausgewählte Fenster auf hervor. Es ist sogar möglich, einfach ein Fenster aus einer Liste auszuwählen und es so ganz einfach zu erfassen.
  • Aufnehmen eines Menüs oder Tooltips
    Das Aufnehmen von Menüs oder Tooltips ist mit Shutter sehr einfach. Sie wählen eine der Optionen aus und ein Countdown beginnt, dessen Verzögerung du selbst einstellen kannst. Während dieser Zeit kannst du das gewünschte Menü öffnen oder sich einen speziellen Tooltip anzeigen lassen. Shutter erkennt und erfasst das Fenster dann automatisch.
  • Erfassen einer Website
    Shutter verwendet gnome-web-photo, um eine Website aufzunehmen, ohne ein Browserfenster öffnen zu müssen.

Wie ihr seht, sind die Aufnahmefunktionen von Shutter breit gefächert und bringt für jeden Zweck den benötigten Aufnahmemodus mit. Dabei sind die verschiedenen Modi sehr einfach in der Programmübersicht zu finden. Jedoch sei auch erwähnt, das dass aufnhemen von Webseiten über die Eingabe der URL bei mir häufig nicht funktioniert. Eine Lösung des Problems habe ich noch nicht gefunden und reiche sie hier an dieser Stelle nach, so ich sie gefunden habe.

Die Bearbeitungsfunktion von Shutter unter Linux Mint und Ubuntu

Gerade wenn man Screenshots bzw. Bildschirmfotos für eigene Tutorials anfertigt, oder man was herausstreichen, unkenntlich machen oder hervorheben möchte, ist der Bearbeitungsmodus sehr nützlich, da man hier die Modifikationen direkt im Programm erledigen kann und man kein externes Werkzeug (Gimp z.B.) mehr benötigt.

Hier sind einige der wichtigsten Features:

  • Fügen Sie Text, Pfeile, Rechtecke, Ellipsen, Pfeile,…. hinzu.
    Mit dem eingebauten Editor könnt Ihr eurem Screenshot Rechtecke, Linien, Pfeile oder Text hinzufügen. Jede Form kann durch Änderung der Farbe, der Schriftart und/oder der Linienbreite angepasst werden.
  • Zensurfunktion um private Daten zu verbergen
    Sie wollen keine sensiblen Daten wie IP- oder E-Mail-Adressen anzeigen? Shutter gibt dir dafür zwei einfache, aber effektive Werkzeuge an die Hand, um diese Daten zu verbergen.
  • Automatische Nummerierung
    Beim Schreiben einer Schritt-für-Schritt-Anleitung werden den Screenshots häufig inkrementelle Ziffern hinzugefügt (meist per Text). Shutter bietet eine spezielle Auto-Inkrementform, die dem Screenshot hinzugefügt werden kann.
  • Zuschneidefunktion
    Der eingebaute Editor enthält auch ein Werkzeug, mit dem Ihr euren Screenshot zuschneiden könnt. Wählt einfach mit der Maus eine Region aus oder gebt die gewünschten Maße in die Eingabefelder ein.

Das Fazit

Die häufigsten Anwendungsfälle sollten mit Shutter sicherlich abgedeckt sein und ich kann nur wiederholen, das ich es Mega bequem finde, das ich alles unter einer Haube habe und wirklich super easy bearbeiten kann. Mich persönlich würde es nerven, wenn ich meine Bildschirmfotos bzw. Screenshots immer erst noch in einem anderen Programm importieren und bearbeiten müsste, weshalb mich Shutter komplett überzeugt hat. Einzig die angesprochenen Tatsache, das zumindest bei mir der automatische Screenshot über die Eingabe der Url nicht immer zuverlässig funktioniert trübt meinen Eindruck etwas. Aber hey….bei den ganzen anderen Pluspunkten die Shutter für mich hat, kann ich es verschmerzen.

Arbeitet ihr mit Shutter, oder benutzt ihr lieber ein anderes Tool ? Mich würde wirklich interessieren, wie ihr Screenshots erstellt und bearbeitet. Wollt ihr zudem vielleicht ein ausführliches Tutorial zu Shutter, welches detailliert auf die einzelnen Funktionen eingeht ?  Schreibt dazu doch einfach etwas in die Kommentare.

About David

Hallo ! Ich begrüße Dich auf Mintubu.de ! Ich heiße David und möchte Dir den einen oder anderen vielleicht hilfreichen Artikel präsentieren. Dabei muss ich erwähnen dass ich kein Linux Crack bin. Aber ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen mit meinen Beiträgen weiterhelfen zu können. Noch viel Spaß auf meiner Seite.

One comment

  1. Vielen Dank für die gute Anleitung! Hat mir sehr geholfen!

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