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Mit Cryptomator unter Linux die Daten in der Cloud verschlüsseln

Cryptomator – Was ist das ? 

Mit Cryptomator ist mir ein Verschlüsselungstool ins Visier geraten, das 2016 sogar den Innovationspreis der Cebit gewonnen hat. Cryptomator ist für alle wichtigen Betriebssysteme erhältlich, darunter eben auch Linux Mint und Ubuntu. Aber er läuft z.B auch unter Windows, Android und Mac.

Der Sinn von Cryptomator ist es in erster Linie seine sensiblen Daten in der Cloud zu schützen. Mir persönlich ist immer unwohl, wenn ich meine sensiblen Daten ungeschützt in die Cloud jage. Dabei ist es mir egal, ob es „meine“ Nextcloud oder Konsorten wie Dropbox sind.

Es ist einfach nicht auszuschließen, das es doch irgendwann jemand schafft in die Cloud einzubrechen. Da ist es mir halt lieber der Angreifer findet jede Menge uninteressante Dinge, anstatt an meine ungeschützten sensiblen Daten zu gelangen. Auch geht es Betreibern wie Dropbox nichts an, welche Daten ich speicher. Oder der NSA…oder…oder…

Hier soll Cryptomator nun Abhilfe schaffen. Hierfür wird ein Ordner in der Cloud erstellt, welcher folgend mit Cryptomator kommuniziert. Cryptomator sorgt dann mit einer 256bit AES Verschlüsselung das diese Daten nicht ohne das Tool auslesbar sind. Es werden auch die Metadaten, wie Name und Dateiendung dabei verschlüsselt. Ein Dritter kann so mit den Daten gar nichts anfangen.

Öffnet man den verschlüsselten Ordner mit Cryptomator ist dieser Ordner vereinfacht dargestellt wie ein USB Stick erreichbar. Man kann hier dann seine Daten in den Ordner ziehen und Cryptomator verschlüsselt dann jede einzelne dieser Dateien. Ein Unterschied zu anderen Programmen, die meist nur den Ordner an sich verschlüsseln.

Cryptomator einrichten

Richten wir Cryptomator mal gemeinsam ein. Am besten, man bindet einfach das PPA ein, so bekommt ihr immer zeitnah die Updates eingespielt.

PPA einbinden
sudo add-apt-repository ppa:sebastian-stenzel/cryptomator

sudo apt-get update

sudo apt-get install cryptomator

Alternativ könnt ihr aber natürlich auch das .deb Paket runterladen und installieren. Hierfür geht ihr auf https://cryptomator.org/de/. Klickt auf 0 Euro, es sei denn ihr wollt spenden und auf der folgenden Seite im rechten Bereich könnt ihr die .deb Pakete herunterladen.

Kommen wir zu den Einstellungen. Als erstes solltet ihr in Cryptomator ein Ordner anlegen. Dazu klickt ihr auf das Plus Symbol unten links im Programm und dann „Tresor erstellen“

Cryptomator

Im folgenden Dialog erstellt ihr euren Ordner und wählt ihn aus. Hier solltet ihr als Stammordner den Ordner wählen, der mit eurer jeweilligen Cloud verbunden ist. Hier erstellt ihr nun einen Unterordner den ihr auswählen könnt. Ist das geschafft, müsst ihr ein sicheres Passwort angeben.

Cryptomator Bild 2

Wählt hier ein wirklich sicheres Passwort. Wäre ja mehr als blöd, wenn man seinen Schutz dadurch torpediert, weil man ein unsicheres Passwort verwendet. Es sollten mindestens 15 Zeichen haben und aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen und dabei auch nicht ansatzweise zu erraten sein. Habt ihr das gemacht ist der Ordner angelegt und ihr könnt den Tresor mit eurem sicheren Passwort über das Programm öffnen.

Cryptomator – Weitere Eindrücke

Was ich noch nicht erwähnt habe, ist, das Cryptomator komplett Open Source ist. Jeder, der die Fähigkeiten mitbringt kann den Code des Programms überprüfen. Schön finde ich zudem, das Cryptomator komplett ohne Anmeldeprozedur zu benutzen ist. So werden keine Daten gespeichert und die Einrichtung ist in kürzester Zeit vollendet. So stell ich mir das vor. Etwas schade finde ich, das lediglich die Desktop Versionen kostenlos nutzbar sind. Für die Android Version zahlt man dagegen derzeit 4,99 Euro. Auch deshalb bin ich dem Spendenaufruf auch nicht gefolgt.

Es sei zudem noch erwähnt das die Verschlüsselung von großen Daten einiges an Zeit verschlingt. Die Übertragungsrate bricht bei Dateien von 500MB und drüber bei mir extrem ein. Wer also seine komplette Urlaubsfilm Sammlung sichern will, ist mit Cryptomator dann wohl eher an der falschen Adresse und man sollte da nach anderen Lösungen suchen. Ansonsten kann ich das Programm aber voll empfehlen

Cryptomator – Mein Fazit 

Insgesamt bin ich sehr angetan von diesem Programm. Da ich persönlich meine Cloud Dateien auch nicht am Handy oder Tablet benötige, entstehen für mich auch erstmal keine Kosten. Zudem sind die Desktop Versionen allesamt OpenSource und die Verschlüsselung der einzelnen Dateien geht recht fix, wenn man nicht nur große Dateien sichern will. Ich fühle mich eben wirklich etwas sicherer, wenn ich meine Daten auch in der Cloud sichere, da ich dort auch wirklich sensible Daten aufbewahre. Und das macht Cryptomator vorbildlich. Die einfache Bedienung und die übersichtliche Optik runden das ganze dann noch ab.

About David

Hallo ! Ich begrüße Dich auf Mintubu.de ! Ich heiße David und möchte Dir den einen oder anderen vielleicht hilfreichen Artikel präsentieren. Dabei muss ich erwähnen dass ich kein Linux Crack bin. Aber ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen mit meinen Beiträgen weiterhelfen zu können. Noch viel Spaß auf meiner Seite.

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