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Linux Mint und Ubuntu – Der Vergleich !

Linux Mint und Ubuntu im Vergleich

Im Vergleich von Ubuntu und Linux Mint fällt als erstes auf, das der größte Unterschied in der Oberfläche liegt. Unter der Haube werkelt nämlich bei Linux Mint die LTS Version von Ubuntu und so gibt es von der Basis her da prinzipbedingt nur wenige Unterschiede. Noch vor kurzem wurde Linux Mint vorgeworfen unsicherer zu sein als Ubuntu, weil Linux Mint systemkritische Updates per Voreinstellung nicht berücksichtigt hat. Dies hat sich mit der neuen Linux Mint Version nun aber geändert.

Um trotzdem dafür zu sorgen das alles stabil läuft bzw. bei einem fehlerhaften Update reagieren zu können, hat Linux Mint ein Backup System fest integriert, das vor kritischen Updates erst ein Backup erstellen kann, welches man dann später bei etwaigen Fehlern des Updates wieder zurückspielen kann. Ubuntu bietet dies nicht so per Default an, aber auch hier kann man natürlich selbst ein solches Backupsystem installieren und einstellen.

Linux Mint und Ubuntu – Die Gemeinsamkeiten

Beide Distributionen sind vor allen an Anfänger und Umsteiger aus der Windows oder Mac Welt gedacht. Die Oberflächen sind zumeist einfach gehalten und ähneln im Look und Feel der Windows Benutzeroberfläche. Trotzdessen sind die meisten Desktopumgebungen hoch konfigurierbar und damit gut an eigene Bedürfnisse anpassbar. Programme und Pakete sind unter beiden Distributionen ohne Probleme lauffähig und untereinander kompatibel. Sämtliche Hilfeseiten zu Ubuntu sind zum allergrößten Teil auch auf Linux Mint anwendbar.

Linux Mint – Die Besonderheiten

Linux Mint hat ähnlich wie Ubuntu mit Unity eigene Oberflächen geschaffen. Mit Mate und Cinnamon hat Linux Mint da was tolles geschaffen. Gerade Cinnamon sollte Windows Umsteigern vielleicht gut zu sagen, da es Windows schon recht ähnlich ist. Zumindest im Vergleich zu anderen Oberflächen. Die Einstellmöglichkeiten sind dabei aber weit größer als bei Windows.

Während Cinnamon etwas aufwendiger designt ist, kommt Mate etwas ressourcenschonender daher. Aufwendige optische Effekte gibt es hier im Vergleich zu Cinnamon kaum. Wer auf ältere Hardware setzt sollte daher Mate bevorzugen oder sich eher mal den XFCE Desktop anschauen.

Auffällig finde ich persönlich das alle Linux Mint Designs sehr stimmig sind und angenehm rüberkommen. Egal ob Mate, Cinnamon oder XFCE. Es wirkt auf mich teils edel ohne aufdringlich zu sein. Selbstverständlich kann man sich auch andere Themes installieren, aber gerade bei Linux Mint sieht es schon Out of the Box sehr gut aus.

Während hinter Ubuntu eine große Firma steht, wurde Linux Mint von Clément Lefèbvre erschaffen, welcher sich inzwischen ein großes Team zusammengestellt hat, die an Linux Mint werkeln. Für Leute die eher skeptisch sind, was gewinnorientierte Firmen angeht, könnte daher Linux Mint interessant sein, wenn man den gleichen Unterbau benutzen möchte.

Ubuntu – Die Besonderheiten

Canoncial, die Firma hinter Ubuntu hat jetzt nicht ein komplett neues Linux designt, sondern setzt auf Debian auf. Lange Zeit hat Ubuntu den eigenen Unity Desktop promotet und ehrlich gesagt ist dieser in der Community eher nicht so toll aufgenommen wurden, so dass Ubuntu vor kurzem wieder auf Gnome umgestellt hat, was den klassischen Desktop angeht. Zudem hat Ubuntu einige User verärgert, da der Konzern Amazon promotet hat, indem eine Suchfunktion für Amazon in die Distribution integriert war. So wollte Ubuntu halt Geld verdienen, hat aber damit auch dafür gesorgt, das in der Beliebtheit konkurrierende Distributionen wie Linux Mint an Ubuntu vorbeigerauscht sind.

Was die Desktopauswahl angeht, die offiziell unterstützt wird, hat Ubuntu im Gegensatz zu Linux Mint die Oberhand. Neben der Gnome Version gibt es noch Versionen mit XFCE, Mate, LXDE, Budgie, KDE oder Kylin, eine für asiatische User designte Oberfläche.

Auch immer beliebter wird die Server Version von Ubuntu. Eine Version die speziell für Internetserver entworfen wurde und vor allem mit Debian Stable im Serverbereich konkurriert. Natürlich wird hier keine Desktopoberfläche per Default zur Verfügung gestellt.

Linux Mint und Ubuntu – Der Vergleich – Das Fazit

Es stellt sich natürlich die Frage welche Distribution ich eher empfehlen würde. Dies ist aber nicht so leicht zu beantworten. Da es teschnisch gesehen nur kaum Unterschiede gibt, ist es einfach eine Geschmacksfrage. Nimmt man das sogenannte Original Ubuntu oder das darauf ausfsetzende Linux Mint ? Unterstützt man lieber eine klar auf Gewinn fokussierte Firma oder auf eher unabhängige Entwickler, die natürlich trotzdem was verdienen wollen ? Letztendlich kann ich nur empfehlen beide Distributionen auf einen Stick zu brennen und so mehr oder weniger direkt miteinander zu vergleichen. Alternativ kann man auch Virtualbox installieren und es darüber machen.

Ich persönlich habe neben Xubuntu auch noch Linux Mint Mate installiert. Während die voreingestellten Designs bei Linux Mint stimmiger sind, lässt sich natürlich auch Ubuntu mit installierbaren Themes vorzüglich anpassen. Aber ich vermute einfach mal, das für den totalen Einsteiger Linux Mint erstmal die bessere Wahl ist, gerade mit der Cinnamon Version. Hier läuft alles Out of the Box, man muss nichts groß konfigurieren und optisch passt es auch.

Letztendlich bleibt es eure Entscheidung. Probiert die beiden Distributionen ruhig intensiv aus. Denn in meinen Augen ist jede Linux Distribution besser als Windows, wo viele Telemtriedaten (Installierte Programme, Browserverlauf usw.) erfasst und an Microsoft versendet werden. Und selbst wenn man die meisten datenschutzkritischen Punkte ausstellt wird immer noch jede Menge übertragen, das hat man mit keiner Linux Distribution. Seit Herr eurer Daten.

Für eine Vorstellung von Linux Mint klickst du HIER

Für eine Vorstellung von Ubuntu klickst du HIER

About David

Hallo ! Ich begrüße Dich auf Mintubu.de ! Ich heiße David und möchte Dir den einen oder anderen vielleicht hilfreichen Artikel präsentieren. Dabei muss ich erwähnen dass ich kein Linux Crack bin. Aber ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen mit meinen Beiträgen weiterhelfen zu können. Noch viel Spaß auf meiner Seite.

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