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FTP-Alternativen für Filezilla unter Linux

FTP-Programme für Linux

In diesem Artikel möchte ich euch FTP-Alternativen für Filezilla unter Linux vorstellen. Bei meiner Recherche wollte ich erst gar nicht glauben, das es wirklich wenig brauchbare Alternativen für Filezilla unter Linux gibt. Aber es ist tatsächlich so. Aufgrund dieser Tatsache kann ich nach meinen Recherchen mit Abstrichen auch nur zwei Alternativen zu Filezilla hier vorstellen. Zum einen ist dies CrossFTP und zum anderen gFTP. FireFTP, welches bis zum Quantum Update noch als Erweiterung für den Browser Firefox erhältlich war musste ich auch aus der Liste streichen, da diese Erweiterung mit den neueren Versionen von Firefox nicht mehr arbeitet.

CrossFTP – Free Version ohne FTPS und SFTP

Fangen wir mal mit CrossFTP an. Dieser FTP Client liegt in einer Free und in einer Bezahlversion vor. Während die Free-Version neben dem normalen FTP noch Verbindungen zu Amazon S3, Amazon Glacier and Google Storage erlaubt, kommt die Bezahlversion mit den für Webmaster nicht weniger benötigten FTPS und SFTP Verbindungen.

CrossFTP

Gerade die Verbindungsmöglichkeiten zu Amazon oder Google könnte den einen oder anderen dazu veranlassen es mit CrossFTP mal zu versuchen. Das bietet sonst kaum ein FTP Programm. Die grundlegenden Bedienelemente sind einfach gehalten und man muss sich nicht in die Menüs vertiefen. Ziehen und ablegen oder auf die Schaltflächen klicken. Die Bedienung ist simpel. Der Bereich unter den Dateilisten zeigt die Warteschlange an und das Fenster rechts unten den Verbindungsstatus. Selbstverständlich kann man auch mit CrossFTP mehrere Verbindungen speichern und unter Seiten -> Seitenmanager in Ordnern sortieren.

Wenn man mehrere Verbindungen öffnet, wird eine Registerkartenansicht erstellt, so dass man schnell zwischen den Verzeichnissen wechseln kann. Ein Scheduling System sorgt zudem für eine sinnvolle Automatisierung.

Optisch macht CrossFTP nicht sonderlich viel her, aber das sollte sowieso nur am Rande interessieren. Ärgerlich finde ich aber bei CrossFTP in erster Linie, das die FTPS und SFTP Funktion nur in der Bezahlversion möglich ist, die mit derzeit 25 Dollar zu Buche schlägt. Wer den Client in erster Linie für Amazon S3 oder Google nutzen möchte, kommt aber sicher auch mit der Free Version gut zurecht.

Hier gehts zum Download: CrossFTP

gFTP – Seit Jahren keine Aktualisierungen mehr

Auch gFTP kann ich nur bedingt empfehlen. Nicht unerwähnt bleiben soll, das gFTP seit etlichen Jahren keine Aktualisierung mehr erhalten hat und wie auch bei der freien Version von CrossFTP kein FTPS  möglich ist. SSH/SFTP ist hier erstaunlicherweise aber dabei. Interessanterweise liegt gFTP in den Paketquellen von Linux Mint und Ubuntu vor und kann so ohne Probleme über die Anwendungsverwaltung installiert werden. Auch konnte ich bei mir im Betrieb keinerlei ernsthafte Probleme feststellen.

gFTP

Der obere Bereich dient der Einstellung der Serverdaten mit der Seite, mit welcher man sich verbinden möchte.  Danach muss man nur noch auf die Schaltfläche Verbinden klicken. Übergabeschaltflächen zwischen den Fenstern machen das Kopieren von Dateien fast narrensicher (obwohl man auch per Drag-and-Drop arbeiten kann), und ein Rechtsklick auf eine beliebige Datei zeigt eine Reihe von Optionen und Funktionen. Selbstverständlich können auch hier Seiten gespeichert und in Ordner sortiert werden. Es sollte auch erwähnt werden, dass der Client direkt von der Kommandozeile aus verwendet werden kann, aber dabei weniger Funktionen bietet wie Shell Only Programme.

gFTP ist wohl eher für die Minimalisten hier eine ernsthaftere Alternative. Optisch ist gFTP sehr spatanisch gehalten und kann wie CrossFTP mich nicht wirklich überzeugen. Die fehlende FTPS Unterstützung schmerzt mich halt wirklich sehr, weshalb gFTP für mich -wie schon CrossFTP- keine wirkliche Alternative zu Filezilla darstellt. Dazu aber mehr im Gesamtfazit.

Filezilla Alternativen – Das Fazit

Ich bin recht überrascht, das es unter Linux zumindest für mich keine gescheiten Alternativen zu Filezilla zu geben scheint. Bei beiden FTP Programmen fehlt mir die FTPS Unterstützung sehr und ehrlich gesagt ist sie mir -wie bei CrossFTP- auch keine 25 Dollar wert. Von den Funktionen sticht halt hier nur Cross FTP mit der Unterstützung von Amazon S3 und Google in der Free Version hervor. Ansonsten können beide hier vorgestellten Programme nicht mehr, wie auch Filezilla kann. Auch von der Bedienung reißen beide nicht wirklich Bäume aus. Sie sind zwar einfach gehalten und man kann sich recht schnell einarbeiten, aber wirklich überzeugen konnte mich das nicht.

Einzig bei der Performance muss ich sagen, das gFTP von allen drei Programmen noch am wenigsten Ressourcen verschlingt. Aber schon alleine, das gFTP schon seit etlichen Jahren kein Update erfahren hat, hält mich auf Abstand. Daher bleibe ich erstmal bei Filezilla, wenn es für mich darum geht, an meinen Seiten zu basteln oder etwas von einem FTP-Server herunterzuladen. Da ich zudem weder die Amazon noch die Google Unterstützung benötige vermisse ich da auch erstmal nichts.

Wie sieht es bei euch aus ? Welches FTP-Programm nutzt ihr und habe ich vielleicht eine Alternative vergessen ? Hinterlass einfach einen Kommentar…

About David

Hallo ! Ich begrüße Dich auf Mintubu.de ! Ich heiße David und möchte Dir den einen oder anderen vielleicht hilfreichen Artikel präsentieren. Dabei muss ich erwähnen dass ich kein Linux Crack bin. Aber ich hoffe trotzdem, dem einen oder anderen mit meinen Beiträgen weiterhelfen zu können. Noch viel Spaß auf meiner Seite.

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